Endlich auf dem Podium bei der „Deutschland“
Mit unserem besten Saisonergebnis beendeten Aaron und ich unsere Heimrallye. Trotz einer gebrochenen Felge auf Wertungsprüfung 7 und anderen Problemen, sicherten wir uns den zweiten Platz in der Junior WM-Wertung der ADAC Rallye Deutschland.
Nach drei anstrengenden Rallyetagen können wir trotz einiger Widrigkeiten eine positive Bilanz ziehen: Wir konnten insgesamt drei Bestzeiten fahren und sind jetzt natürlich glücklich über unseren zweiten Platz bei unserer Heimrallye und unsere beste Platzierung in der Junior WM.
Am Freitag kämpfte unser Citroen C2 Super 1600 zunächst mit seinen Reifen, aber wir erreichten das Ziel trotzdem noch als Dritter. Der Speed an der Spitze war in diesem Jahr unglaublich hoch. Eine Podiumsplatzierung war vor allem in Hinblick auf das Rennen um den Meisterschaftstitel von besonderer Bedeutung. Mit den acht Punkten für den zweiten Platz bei der „Deutschland“ schieben wir uns auf Platz 3 nach vorne. Der auf Platz 2 liegende Ire wird allerdings nur bei einem der noch ausstehenden Läufe punkteberechtigt sein. Eine Chance auf den Spitzenplatz besteht also, die Entscheidung wird wohl aber erst beim Saisonabschluss in Korsika fallen.
Gefreut haben wir uns bei der Deutschland Rallye vor allem über die Begeisterung der Fans. Es waren wirklich Zuschauermassen unterwegs an den Strecken und im Service-Park. Viele haben uns Glück gewünscht und uns angefeuert - das tut gut. Ich hoffe, die Begeisterung kam nicht nur auf, wegen unserer ungewöhnlichen Fahrweise auf WP 7...! Dort verwandelten wir unseren Citroen C2 Super 1600 nämlich kurzfristig in ein Dreirad und fuhren nur auf der Felge trotzdem bis ins Ziel der Wertungsprüfung. Für Teamchef Jürgen Bertl war das die einzig richtige Entscheidung: „Aaron hat gezeigt, dass er Biss hat. Auf nur drei Rädern weiter Gas zu geben ohne zu viel zu riskieren, das ist schon eine Leistung!“ Im Ziel überwog dann allerdings die Erleichterung des Teams, dass durch das Fahren auf der gebrochenen Felge das Fahrzeug nicht noch mehr in Mitleidenschaft gezogen worden war.
Für das Team beginnt nun die Vorbreitung auf die verbleibenden WM-Läufe in Spanien und Korsika. Zunächst werden wir an der traditionsreichen Alpi Orientali (Italien) teilnehmen und im September weitere Asphalt-Läufe bestreiten.
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